Oft besuchen mich Paare in meinem Ladenatelier ohne konkrete Idee, mit dem Wunsch, besondere Eheringe zu entdecken. Viele Musterringe, meine Ringbücher, Fotos auf meinem iPad und Handskizzen geben ihnen dann eine Auswahl. Manchmal aber, beginnt das Design in den Gedanken der Paare. So kam es, dass bei diesen Trauringen das Paar mit Ideen und losen Skizzen zu mir kam und ihre recht konkreten Vorstellungen aufzeigten.
Nach einem ausführlichen Beratungsgespräch fertigte ich dann diese Ringe nach ihren Wünschen. Sie überraschen durch ihre geschwungenen Formen. Die eingelegte Stone-Füllung verleiht der optischen Wirkung dieser originellen Fingerringe eine besondere Dynamik.
Die Vielfalt in meinem Handwerk begeistert mich seit Anbeginn, egal, ob ich meinen Ideen freien Lauf lasse oder ob ich nach Entwürfen meiner Kundschaft arbeite. Wenn Sie also bereits an einer besonderen Idee in ihren Gedanken arbeiten, dann sind Sie bei mir ebenso herzlich willkommen, wie wenn Sie einfach etwas hübsches Schmückendes suchen.
Was im Beratungsgespräch wirklich hilft
Die meisten Paare kommen ohne feste Vorstellung, und das ist der bessere Ausgangspunkt. Damit aus dem Nichts eine Idee wird, braucht es aber Material zum Anschauen, und dafür habe ich drei Hilfsmittel.
Musterringe sind das wichtigste. Ein Ring am Finger sagt mehr als zehn Bilder, weil sich Breite, Gewicht und Profil erst dort erschliessen. Sechs Millimeter sehen auf einem Foto schmal aus und sind an einem zierlichen Finger viel.
Ringbücher und Fotos früherer Arbeiten zeigen, was möglich ist, und dienen vor allem dazu, Richtungen auszuschliessen. Oft sagt ein Paar nach zehn Bildern erstmals klar, was es nicht möchte, und das bringt uns weiter als jeder Wunsch.
Handskizzen entstehen dann im Gespräch. Sobald eine Richtung erkennbar ist, zeichne ich, und wir korrigieren gemeinsam. Das geht schneller als Reden, weil man einen Strich sofort sieht.
Wenn Sie eigene Skizzen mitbringen
Auch das ist ausdrücklich willkommen, und dann läuft es umgekehrt: Statt zu entwickeln, prüfe ich auf Machbarkeit und Alltagstauglichkeit.
Was mir dabei hilft, ist die Ansicht von der Seite, nicht nur von vorne. Daran erkenne ich das Profil, und das entscheidet über den Tragekomfort mehr als die Draufsicht. Eine Angabe zur Breite in Millimetern ist ebenfalls nützlich, notfalls ein Strich in der gewünschten Länge.
Und sagen Sie mir, was das Wichtigste an Ihrem Entwurf ist. Wenn ein Detail nicht umsetzbar ist, weiss ich dann, worauf ich Rücksicht nehmen muss.
Geschwungene Formen mit Stone-Füllung
Bei diesen Ringen kommt die Wirkung aus der Kombination von Bewegung und Kontrast. Die geschwungene Form gibt dem Ring eine Richtung, die anthrazitfarbene Stone-Einlage folgt ihr und macht sie sichtbar.
Die Stone-Einlage ist eine Eigenentwicklung aus einem Gemisch von Stein und Harz, konkret geschliffenem Hämatit. Von ihm kommt der metallische Glanz, den eine reine Kunststofffüllung nie hätte. Mehr dazu in meinem Beitrag über Stone-Trauringe.
Bei einer geschwungenen Form kommt ein praktischer Punkt dazu: Sie hat eine Ober- und eine Unterseite, muss also richtig herum getragen werden. Das klingt selbstverständlich und ist beim Anprobieren am Modell zu prüfen, denn manche Formen drehen sich am Finger. Alles zu Materialien auf meiner Seite zu Trauringen.







