Das im Goldschmiedehandwerk eher neuartige Material «Carbon» erfreut sich inzwischen grosser Beliebtheit. Dieses auf Kohlenfasern basierende Material überzeugt sowohl mit seiner hohen mechanische Festigkeit, als auch durch seine einzigartige optische Wirkung – vor allem im Wechselspiel mit Edelmetallen.
Bei der Herstellung werden Kohlestofffasern unter hohem Druck und Temperaturen miteinander zu einem stabilen Verbundstoff vereint. Dieses Ausgangsmaterial lässt sich dann mechanisch bearbeiten, im Falle meiner Carbonringe mittels Drehbank und Fräse. In einem weiteren Fertigungsschritt wird das Carbonmaterial mit dem Edelmetall zum endgültigen Ehering kombiniert. Abhängig von den Wünschen der Kunden wird der Ring dann noch mit Brillanten oder Zirkonia versehen.
Ich möchte Ihr Augenmerk besonders auf die Anordnung der eingesetzten Brillanten oder Zirkonia leiten. Denn durch die vertiefte Platzierung sind die funkelnden Edelsteine vor Schlägen sehr gut geschützt.
Wie immer darf ich abschliessend erwähnen, dass die gezeigten Modelle nur exemplarisch zu verstehen sind. Das heisst, Sie können bei mir gerne Ihre Wünsche anbringen und ich gestalte Ihre Trau(m)ringe nach Mass.
Warum die Steine vertieft sitzen
Im Text oben weise ich auf die vertiefte Platzierung der Brillanten hin, und das ist kein Detail, sondern der wichtigste konstruktive Entscheid an einem Ehering mit Steinen.
Ein Ring ist der Schmuck, der im Alltag am meisten aushalten muss. Er stösst gegen Türgriffe, Werkzeug, Einkaufswagen und Steinmauern. Steht ein Stein über die Ringfläche hinaus, trifft ihn jeder dieser Stösse zuerst. Zwei Dinge können dann passieren: Der Stein selbst wird beschädigt, oder die Fassung gibt nach und der Stein geht verloren. Das Zweite ist häufiger.
Sitzt der Stein dagegen tiefer als die umgebende Fläche, gleitet der Stoss über ihn hinweg. Der Ring bekommt Kratzer, der Stein bleibt unberührt. Bei einem Ring, der dreissig Jahre getragen wird, ist das der Unterschied zwischen einmal nachfassen und mehrfach reparieren.
Zirkonia übrigens ist deutlich weicher als ein Diamant und wird mit den Jahren matt. Wenn ein Ring lange halten soll, empfehle ich Brillanten, auch wenn es zunächst mehr kostet.
Wie Carbon und Edelmetall zusammenkommen
Weil Carbon sich nicht löten lässt, muss die Verbindung mechanisch entstehen. Ich arbeite dazu eine Nut in den Metallring und passe die Carbon-Einlage so genau ein, dass keine Fuge sichtbar bleibt. Alles, was am Metall erhitzt werden muss, geschieht vorher, denn danach geht es nicht mehr.
Bearbeitet wird Carbon mit Drehbank und Fräse. Der Werkstoff ist ein Verbund aus Kohlenstofffasern und Harz, entsteht unter Druck und Temperatur, und die typische Zeichnung kommt von der Lage der Fasern. Er ist federleicht und trotzdem sehr fest, weshalb der Ring am Finger weniger wiegt als ein durchgehend massiver aus Edelmetall.
Der Punkt, den ich vorher immer erwähne
Ein Ring mit Carbon-Einlage lässt sich in der Grösse praktisch nicht mehr verändern. Dehnen und stauchen funktioniert nicht, weil das Carbon nicht mitgeht, und Material einsetzen würde bedeuten, die Einlage zu durchtrennen.
Deshalb nehmen wir bei diesen Ringen besonders sorgfältig Mass, mit dem richtigen Profil und zu einer sinnvollen Tageszeit. Und wenn absehbar ist, dass sich die Ringgrösse noch ändern wird, sprechen wir darüber, bevor wir uns für Carbon entscheiden. Was bei welchem Material geht, steht in Ring zu gross oder zu klein?
Wie oben geschrieben sind die gezeigten Modelle Beispiele. Ihre Ringe entstehen nach Ihren Vorstellungen. Welche Materialien dabei zur Wahl stehen, finden Sie auf meiner Seite zu Trauringen.











Guten Tag
Wir interessieren uns für Ihre Carbonringe haben aber ein paar Fragen;
Sind die Carbonteile geleimt oder gelötet? Falls geleimt, löst sich das mit der Zeit? Ist der Leim Allergieauslösend? (Araldit o.ä.)?
Ist das Carbon Bruchfest?
Freundliche Grüsse
C. Hottinger
guten Tag
Die Ringe sind ja genial. Können sie mir eine ca. Preisangabe machen. Wunschmaterial Edelstahl mit Carbon, ist dies überhaubt möglich?
Vielen Dank.