Die einen wünschen wuchtige und schwere Ringe, andere eher leichte und zierliche Modelle. Und für Menschen, die zwar einen grossen Ring, jedoch mit wenig Gewicht wünschen, gibts Modelle aus Titan, einem aussergewöhnlichen weissen Metall.
Das Gewicht eines Ringes ist für meine Kunden gewöhnlich sehr schwer vorzustellen. Umso überraschter sind sie, wenn Sie dann nach einigen Modellen aus Weissgold, Platin oder aus Palladium dann eines aus Titan anprobieren. Titan ist nämlich fast viermal leichter als Weissgold, knapp fünf mal leichter als Platin. Aber auch optisch ist Titan ein Blickfang. Das antiallergische, äusserst widerstandsfähige Material gibt dem Schmuckstück eine persönliche Note. Titanringe überraschen mit ihrem anmutigen, antrazith-artigen Metallglanz.
Dieses Paar Trauringe aus meiner Textura-Kollektion gibt nicht nur ein verspieltes, natürliches Muster wieder, sondern sie zeigen die Verbundenheit der Ringträger im Positiv-Negativ-Look. (Das Textura-Muster des Damenringes (Positiv) entspricht dem Negativ des Herrenringes.)
Möchten Sie mehr über meine TEXTURA-Kollektion erfahren?
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Was «viermal leichter» am Finger bedeutet
Die Zahlen im Text oben sind keine Werbung, sondern Physik. Titan hat eine Dichte von rund 4,5 Gramm pro Kubikzentimeter, Weissgold liegt bei etwa 15, Platin bei rund 21. Bei gleicher Form wiegt ein Titanring also tatsächlich nur ein knappes Drittel eines Weissgoldringes und weniger als ein Fünftel eines Platinringes.
Am Finger merkt man das anders, als man erwartet. Ein schwerer Ring fällt beim Tragen kaum auf, weil er ruhig sitzt. Auffällig wird das Gewicht dort, wo die Hand schnell bewegt wird, beim Sport, beim Klatschen, beim Arbeiten. Und es wird auffällig, wenn man einen breiten Ring möchte: Ein zwölf Millimeter breiter Platinring ist für viele zu viel, derselbe Ring in Titan trägt sich problemlos.
Deshalb frage ich bei der Beratung immer nach dem Alltag. Wer bisher nie einen Ring getragen hat, kommt mit einem leichten Material meist schneller zurecht.
Positiv und Negativ als Paar
Bei diesem Ringpaar entspricht das Muster des Damenringes dem Negativ des Herrenringes. Wo der eine eine Erhebung trägt, hat der andere eine Vertiefung. Das ist gestalterisch eine schöne Lösung, weil die Zusammengehörigkeit nicht über Gleichheit entsteht, sondern über Ergänzung. Die Ringe sehen unterschiedlich aus und gehören trotzdem sichtbar zusammen.
Handwerklich verlangt das Sorgfalt, denn die beiden Muster müssen aus derselben Grundform entwickelt werden. Nachträglich lässt sich zu einem vorhandenen Ring kein passendes Negativ herstellen.
Was Sie über Titanringe wissen sollten
Zwei Punkte gehören zur Beratung, und ich sage sie vorher.
Titan lässt sich nicht wie Gold löten, weshalb eine spätere Grössenänderung nur begrenzt möglich ist. Wir nehmen die Grösse deshalb sorgfältig, mehr dazu in meinem Beitrag Ring zu gross oder zu klein?
Und Titan ist grau, nicht weiss. Wer sich ein strahlendes Weiss wie bei rhodiniertem Weissgold vorstellt, wird überrascht sein: Titan hat einen anthrazitartigen, matten Glanz. Die meisten finden das schöner als erwartet, aber man sollte es vorher in der Hand gehalten haben. Welche Materialien sonst zur Wahl stehen, finden Sie auf meiner Seite zu Trauringen.







