Wann haben Sie das letzte Mal eine Perle angeschaut? Ich meine, so richtig genau hingeschaut? Ist Ihnen der einzigartige Glanz der Perle aufgefallen? Haben Sie ihr Farbspiel bemerkt?
Perlen sind ein wahres Wunderwerk der Natur. Der Lüster (Perlschicht) lässt das einfallende Licht in unzähligen Farbnuancen und Glanzintensitäten wiederspiegeln und verleiht den unnachahmlichen Charme. Auf den ersten Blick mögen die Perlen gleich aussehen, gar dieselbe Farbe aufweisen. Doch schaut man etwas genauer hin, entdeckt man, dass jede für sich einzigartig ist.
Gerne nutze ich dieses Schauspiel für edlen Halsschmuck. Diese fünf Tahitiperlen schimmern in den traumhaften Farben der Südsee, lassen die Gedanken des Betrachters ins Ferienparadies der Karibik schweifen. Die Perlen sind harmonisch aufeinander abgestimmt. Und wenn die Trägerin mal etwas Schlichteres wünscht, dann kann sie sich für eine oder mehrere Perlen entscheiden und das Collier variabel bestücken. So wandelt sich dieser Halsschmuck ganz nach dem Geschmack der Trägerin…
Woran Sie eine gute Perle erkennen
Der Beitrag stellt die richtige Frage: Wann haben Sie eine Perle das letzte Mal genau angeschaut? Denn beim Kauf entscheidet nicht die Grösse und nicht die Rundheit, sondern der Lüster.
Lüster ist das Leuchten, das aus dem Inneren zu kommen scheint. Es entsteht, weil das Licht durch viele hauchdünne Perlmuttschichten dringt, an jeder gebrochen wird und wieder austritt. Viele dünne Schichten ergeben ein tiefes Leuchten, wenige dicke ein flaches.
Die Prüfung ist einfach: Halten Sie die Perle gegen ein Fenster. Zeichnet sich die Umgebung darin klar ab, fast wie in einem Spiegel, ist der Lüster gut. Bleibt die Oberfläche stumpf und kreidig, lassen Sie sie liegen, unabhängig davon, wie makellos die Form ist.
Das zweite Merkmal ist die Dicke der Perlmuttschicht, und sie hängt von der Zuchtdauer ab. Sie lässt sich von aussen nicht direkt messen, zeigt sich aber im Lüster: Eine dünn beschichtete Perle kann nie tief leuchten.
Tahitiperlen und ihre Farben
Die Tahitiperle wächst in der schwarzlippigen Perlmuschel im Pazifik, und ihre Farbe kommt aus dem Perlmutt selbst, nicht aus einer Behandlung. Das Spektrum reicht von hellgrau über grün und aubergine bis fast schwarz, oft mit einem changierenden Überzug.
Fünf Perlen aufeinander abzustimmen ist dabei die eigentliche Arbeit. Bei farbigen Perlen genügt es nicht, gleich grosse zu finden; die Farbtöne müssen zusammen ruhig wirken. Eine Perle mit einem abweichenden Unterton fällt in einer Reihe sofort auf, auch wenn sie einzeln schön ist. Deshalb legt man solche Colliers mehrfach um und betrachtet sie aus Abstand.
Variabel bestücken
Dass sich das Collier mit einer oder mehreren Perlen tragen lässt, ist für den Alltag mehr wert als es klingt. Fünf Perlen sind ein festlicher Auftritt, eine einzelne passt zum Büro.
Konstruktiv braucht das ein Verschlusssystem, mit dem sich die Perlen anbringen und abnehmen lassen, ohne dass es sichtbar wird und ohne dass etwas verloren gehen kann. Beide Anforderungen zusammen sind der Grund, warum solche Systeme einfach gebaut sein müssen.
Zur Pflege: Perlen kommen zuletzt an und zuerst ab, nach Parfum und Creme. Nach dem Tragen mit einem weichen, leicht feuchten Tuch abwischen, denn Hautschweiss ist leicht säurehaltig. Kein Ultraschall. Weitere Perlenarbeiten finden Sie in meinem Schaufenster für Halsschmuck.








