Zum Abschluss dieser kleinen Serie (Folge 1, Folge 2) machen wir erneut einen Ausflug in die Natur. Gleich zwei Anhänger zeigen die Schönheit der Natur.
Der erste Anhänger zeigt eine Baumnuss gefertigt aus 925er-Sterling-Silber. Sie wurde mit einer strukturbetonten Patina veredelt und strahlt daher auch diese besondere Eleganz aus. Besonders schön präsentiert sich der Anhänger, wenn er an einer langen Kette getragen wird.
Der zweite Anhänger ist etwas filigraner und verspielter. Ein Buchennüsschen, bzw. dessen Hülle stellt den aus Silber gefertigten Anhänger dar. Eine kunstvolle Öse für die Kette sowie eine eingesetzte, frei hängende Perle verleiht dem Schmuckstück das besondere Etwas.
Wenn Sie zum nächsten Mal einen Waldspaziergang unternehmen, so achten Sie doch auch einmal auf solche feinen Details. Nehmen Sie eine herumliegende Nuss in Ihre Hände und betrachten Sie sie ganz genau. Sie werden erstaunt sein, welchen Detailreichtum Sie feststellen können. Ein richtiges Schmuckstück eben…
Was eine Patina leistet
Die Baumnuss ist mit einer strukturbetonten Patina veredelt, und dieser Begriff verdient eine Erklärung, weil er oft mit Verschmutzung verwechselt wird.
Eine Patina ist eine gezielt erzeugte Verfärbung der Metalloberfläche. Bei Silber lässt sie sich chemisch herbeiführen, wobei sich eine dunkle Schicht bildet, ähnlich dem natürlichen Anlaufen, nur kontrolliert und gleichmässig.
Strukturbetont heisst, dass anschliessend die erhabenen Stellen zurückpoliert werden. Das Dunkle bleibt in den Vertiefungen, die Höhen kommen hell zum Vorschein. Damit zeichnet sich die Struktur selbst, und ein Objekt wie eine Nussschale bekommt genau die Tiefe, die es in der Natur hat. Eine gleichmässig dunkle oder gleichmässig helle Fläche hätte diese Wirkung nicht.
Pflege: keine Polierpaste und kein Silberputztuch über die ganze Fläche, denn beides nimmt die Patina zuerst dort weg, wo sie gewollt ist. Warmes Wasser und eine weiche Bürste genügen.
Warum sich Nussformen so gut übertragen lassen
Nüsse und Fruchthüllen sind unter den Naturformen die dankbarsten Vorbilder, und das hat zwei Gründe.
Sie sind plastisch und geschlossen, haben also keine dünnen abstehenden Teile, die im Metall brechen würden. Und ihre Oberfläche ist unregelmässig strukturiert, ohne eine klare Richtung zu haben. Das ist wichtig, denn eine Struktur mit Vorzugsrichtung wirkt an einem gewölbten Körper unruhig, weil die Richtung irgendwo umschlagen muss.
Beim Buchennüsschen kommt die Hülle dazu, die sich öffnet, und daraus entsteht die filigranere Variante: eine Form mit einem Innenraum, in dem etwas sitzen kann.
Die frei hängende Perle
In der geöffneten Hülle sitzt eine frei hängende Perle, und diese Lösung mag ich, weil sie das Stück in Bewegung bringt. Eine fest gefasste Perle wäre statisch, eine bewegliche fängt bei jedem Schritt anders Licht.
Konstruktiv verlangt das eine Aufhängung, die nicht scheuert, denn Perlmutt ist weich und würde an einer Metallkante mit den Jahren abgerieben. Der Aufhängepunkt muss deshalb rund und poliert sein und darf keinen Grat haben.
Wenn Sie beim nächsten Waldspaziergang eine Form finden, die Ihnen gefällt, bringen Sie sie mit. Weitere Anhänger finden Sie in meinem Schaufenster für Halsschmuck.










Einfach Wunderschön! Ich bin ganz begeistert von diesem Natur Schmuck! Fertigen Sie solche Ketten auch als Amulette?
Liebe Maike
Der Ideenvielfalt sind im Goldschmiede-Handwerk keine Grenzen gesetzt und so fertige ich nahezu jeden Schmuckwunsch. Manchmal gehe ich hierzu selbst ausgefallene Wege.
Am besten Sie schildern mir Ihre genauen Vorstellungen und Ideen und ich werde Ihnen dann entsprechende Vorschläge unterbreiten. Kommen Sie hierzu doch einfach in mein Ladenatelier zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch vorbei. Ich freue mich auf Ihren Besuch.
Ihre Gabriela Angehrn