Bei diesem Ring habe ich klassisches Goldschmiedehandwerk und meine Textura-Fertigstechnik miteinander kombiniert. Entstanden ist ein Ring aus 925 Silber mit einer aus der Natur nachempfundenen Oberflächenstruktur. Die Spiralform hat nicht nur seinen optischen Reiz, auch ermöglicht sie das relativ einfache Anpassen der Ringgrösse.
Kurz: Ein Ring der besonderen Art, welcher die Hand der Trägerin auf seine ganz eigene Weise schmückt.
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Warum eine Spirale bei der Grösse hilft
Im Text steht, dass die Spiralform das Anpassen der Ringgrösse erleichtert, und das ist der praktische Kern dieses Entwurfs.
Bei einem geschlossenen Ring ist der Umfang festgelegt. Ihn zu ändern heisst, Material herauszunehmen oder einzusetzen, also den Ring aufzusägen und wieder zu verbinden. Bei einer offenen Spirale überlappen sich die Enden, und der Umfang lässt sich durch leichtes Öffnen oder Zusammenschieben verändern, ohne Material anzurühren.
Das macht einen solchen Ring interessant für Menschen, deren Fingerumfang schwankt, etwa jahreszeitlich oder gesundheitlich bedingt. Und es hilft, wenn ein Ring als Geschenk gedacht ist und die Grösse nicht genau bekannt ist.
Zwei Punkte gehören dazu. Erstens muss die Spannung stimmen: Zu weich, und der Ring verformt sich beim Tragen von selbst, zu hart, und er lässt sich nicht anpassen. Zweitens ist häufiges Verbiegen nicht gut für das Material. Das Anpassen ist für einige Male gedacht, nicht als tägliche Übung.
925er Silber und was das bedeutet
925 ist eine Feingehaltsangabe: 925 Teile von 1000 sind reines Silber, der Rest meist Kupfer. Diese Legierung heisst Sterlingsilber und ist der Standard für Schmuck, weil reines Silber zu weich wäre.
Für einen strukturierten Ring hat Silber Vorteile. Es ist weich genug, dass feine Oberflächenstrukturen sauber herauskommen, und hell genug, dass die Struktur im Licht deutlich hervortritt.
Der bekannte Nachteil ist das Anlaufen. Silber reagiert mit Schwefelverbindungen in der Luft und wird mit der Zeit dunkel, und zwar zuerst in den Vertiefungen. Bei einer strukturierten Oberfläche ist das oft erwünscht, weil das Muster dadurch deutlicher wird. Wer es hell mag, wischt die erhabenen Stellen mit einem Silbertuch nach, nicht die ganze Fläche.
Struktur nach der Natur
Die Oberfläche folgt der Textura-Technik: Die Struktur ist der Natur nachempfunden, aber von Hand entwickelt und nicht abgeformt. Dadurch folgt sie der Form des Ringes und wirkt gewachsen statt aufgeklebt.
Bei einer Spirale ist das besonders wichtig, weil die Struktur an den auslaufenden Enden feiner werden muss. Eine gleichmässig über die ganze Länge gezogene Struktur würde die Bewegung der Form zerstören. Mehr dazu im Schaufenster der Textura-Collection.








Mega schö Gaby!