Manchmal kommen einem die schönsten Ideen zu den verrücktesten Zeiten. Bei einer schönen Wanderung im Alpstein, weit weg von jeglichem Alltagsgedanken, faszinierte mich der Anblick eines Felsstückes. So kantig und verspielt gleichermassen, wie eine Beziehung zweier sich liebenden Menschen, so spannend fand ich die natürlichen Zeichnungen im rohen Gestein.
Dieser Anblick liess mich nicht mehr los und es begann zu gedeihen. Schon bald sah ich konkrete Ideen vor mir und setzte mich in meinem Ladenatelier an ein Stück Modelierwachs und begann mein Bild in die Dreidimensionalität umzusetzen. Danach folgte der Guss in 750er-Weissgold, ein aufwändiges Finishing und war erfreut, dass meine Wanderung nun zu einer dauerhaften Erinnerung geworden war.
Diese beiden Modelle sind als Beispiele zu verstehen. Der Variantenreichtum ist riesig, sowohl Material, Breite, Ringgrösse und Querschnitte sind variabel. Die kantige Oberflächenstruktur ermöglicht zudem eine wunderschöne Aufwertung durch speziell eingepasste Diamant-, Safir- oder Rubincarrés.
Habe ich Sie neugierig gemacht? Besuchen Sie mich in meinem Geschäft und lassen Sie sich von den Ringen in natura verzaubern.
Vom Fels zum Ring
Ein Felsstück ist als Vorbild anspruchsvoller als eine Rinde oder eine Nussschale, weil seine Wirkung nicht von einer feinen Textur kommt, sondern von Flächen und Kanten.
Das heisst, es lässt sich nicht abformen, sondern muss modelliert werden. Ich arbeite dazu in Modellierwachs und übertrage nicht das Aussehen, sondern das Prinzip: unterschiedlich grosse Flächen, die in verschiedenen Winkeln zueinander stehen, mit klaren Kanten dazwischen.
Was dabei entscheidet, ist die Grössenverteilung der Flächen. Sind alle gleich gross, wirkt der Ring wie ein geschliffener Stein, also technisch. Sind sie unterschiedlich, wirkt er gewachsen. Und die Kanten dürfen nicht überall gleich scharf sein, sonst sieht das Ergebnis konstruiert aus.
Ein praktischer Vorteil dieser Oberfläche: Kantige Flächen fangen das Licht in verschiedene Richtungen, weshalb der Ring bei jeder Handbewegung anders aussieht. Und Gebrauchsspuren verschwinden zwischen den Kanten, statt als Linien sichtbar zu bleiben.
Carrés in eine kantige Oberfläche einpassen
Ein Carré ist ein quadratisch geschliffener Stein mit flacher Tafel und Stufenfacetten, was ihn ruhiger wirken lässt als einen Brillanten. Genau das passt zu einer kantigen Oberfläche, weil die geraden Kanten des Steins die Sprache des Ringes aufnehmen.
Das Einpassen ist die eigentliche Arbeit. Ein Carré braucht eine ebene Auflagefläche und rechtwinklige Wände, und beides muss in eine unregelmässige Oberfläche eingearbeitet werden, ohne dass die Umgebung ihre Zufälligkeit verliert. Wer die Fläche für den Stein zu sauber ausrichtet, bekommt einen Fremdkörper im Ring.
Möglich sind Diamant, Saphir und Rubin, denn alle drei sind hart genug für einen Alltagsring. Bei weicheren Steinen rate ich in dieser Bauweise ab, weil die Kanten eines Carrés ohnehin die verletzlichste Stelle sind.
Alles ist variabel
Wie im Text steht, sind die gezeigten Modelle Beispiele. Material, Breite, Querschnitt und Steinbesatz legen wir gemeinsam fest.
Was ich dabei empfehle: Kommen Sie vorbei und halten Sie die Ringe in der Hand. Eine kantige Oberfläche wirkt auf dem Bild deutlich ruhiger, als sie ist, weil ein Foto immer nur eine Lichtsituation zeigt. Am Finger ändert sie sich mit jeder Bewegung. Mehr zu Materialien und Oberflächen auf meiner Seite zu Trauringen.









Hallo und guten Tag Frau Angehrn,
mein Mann und ich sind total begeistert von Ihren Kreationen. Besonders der Ring mit dem Fingerabdruck hat es uns angetan. Vielleicht wäre es Ihnen doch möglich uns einen Preis zu nennen. Auch der Preis des Ring’s mit dem Walnußmotiv wäre uns wichtig.
Da wir in Deutschland leben wüßten wir gerne wie die Vorgehensweise bei einer Bestellung ist.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut und Barbara Henrich