Ich weiss nicht, wieviele Verlobungen schon mit meinen Kreationen beschlossen wurden, es dürften einige sein 😉 Der Solitärring ist der typische Antragsring, der Klassiker himself.
Schlicht und mit einem schönen Diamanten besetzt, soll er die Angebetete verzaubern und sie überzeugen, dass er der Richtige für sie sei.
Sehr gerne versuche ich mich fernab von eingefahrenen Wegen der industriell gefertigten Modelle zu bewegen, stattdessen möchte ich moderne Formen und frische Ideen einbringen und dennoch den Kern des Klassikers beibehalten. Heute möchte ich Euch einfach mal einige Beispiele zeigen, mal aus Weissgold, mal aus Platin, mal mit klassischen weissen Diamanten, mal mit naturfarbenem Brillanten.
Gefällts Dir? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.
Was ein Solitär ist
Solitär heisst Einzelgänger, und genau darum geht es: ein einzelner Stein ohne Beiwerk. Diese Reduktion ist der Grund, warum der Solitär als Antragsring der Klassiker ist. Er sagt nichts anderes als das Wesentliche.
Gerade weil so wenig da ist, fällt jede Entscheidung ins Gewicht. Bei einem Ring mit vielen Steinen verzeiht die Menge einen mittelmässigen Stein. Bei einem Solitär sieht man ihn.
Woran ich bei einem Solitär arbeite
Drei Dinge machen den Unterschied zwischen einem Solitär von der Stange und einem, der etwas taugt.
Die Höhe der Fassung. Ein hoch gesetzter Stein bekommt viel Licht von der Seite und funkelt stärker, bleibt aber an Wolle und Handschuhen hängen und ist stossgefährdet. Ein tief gesetzter ist im Alltag ruhiger und sicherer. Wer den Ring täglich tragen will, ist mit einer mittleren bis niedrigen Höhe besser bedient, auch wenn im Laden der hohe mehr blitzt.
Die Anzahl und Form der Krappen. Vier Krappen wirken klar und geometrisch, sechs weicher und schützen den Stein besser. Ihre Form entscheidet mit: Zu massiv, und sie verdecken den Stein, zu fein, und sie geben nach.
Der Übergang zur Ringschiene. Hier trennt sich die Handarbeit von der Serie. Ein Solitär, dessen Fassung wie aufgesetzt wirkt, sieht immer nach Katalog aus. Der Übergang muss fliessen.
Weissgold oder Platin, weisser oder farbiger Stein
Weissgold ist leichter und günstiger, wird aber meist rhodiniert, und diese Schicht nutzt sich mit den Jahren ab. Platin ist deutlich schwerer, von Natur aus weiss und ausgesprochen zäh, was für Krappen ein echter Vorteil ist: Sie geben weniger leicht nach.
Beim Stein muss es kein farbloser Diamant sein. Ein naturfarbener Brillant, etwa in Cognac oder Gelb, ist oft die interessantere Wahl, und für dasselbe Geld bekommt man mehr Stein, weil bei einem farbigen die Farbe das Merkmal ist und nicht die Farblosigkeit.
Alles zu Ablauf, Steinwahl und diskreter Beratung finden Sie auf meiner Seite zu Verlobungsringen.














