Das Kreuz hat in unserer Gesellschaft viele Bedeutungen, meistens wird es aber mit dem christlichen Glauben in Verbindung gebracht und ist deshalb auch in vielen Flaggen der Welt zu entdecken. Ganz beliebt sind Kreuze als schmuckvolle Anhänger, an einer edlen Kette oder einer Edelstahlsaite getragen.
Ich versuchte dem traditionellen Schmuckstück eine gewisse Modernität zu verleihen und habe verschiedene Modelle aus Titan und Gelbgold gestaltet. Titan ist ein extrem leichtes, aber dennoch hartes Metall und fasziniert durch seine ganz typische Farbgebung. Als Kontrast nutzte ich Ösen aus Gelbgold.
Ist mir das gelungen? Ich freue mich auf Deinen Kommentar…
Ein Kreuz modern gestalten
Beim Kreuz ist die Form vorgegeben, und darin liegt die Aufgabe. Man kann sie nicht verändern, ohne dass das Symbol verloren geht. Was bleibt, sind die Proportionen, die Oberfläche und das Material.
Ich arbeite deshalb an den Verhältnissen: Wie lang ist der untere Balken im Vergleich zum oberen, wie breit sind die Balken gegenüber ihrer Länge, sind die Enden gerade abgeschnitten oder leicht angeschrägt. Kleine Verschiebungen verändern die Wirkung stark. Ein Kreuz mit kräftigen, kurzen Balken wirkt modern und ruhig, ein Kreuz mit feinen, langen Balken zurückhaltend und klassisch.
Das Zweite ist die Oberfläche. Ein mattiertes Titankreuz wirkt technisch und heutig, ein poliertes traditioneller. Beides ist möglich, und die Entscheidung fällt am besten mit dem Stück in der Hand.
Warum Titan mit Gelbgold-Ösen
Die Öse ist der Teil, der am meisten arbeitet: Sie trägt das ganze Gewicht, reibt an der Kette und ist der Punkt, an dem ein Anhänger irgendwann bricht, wenn er zu schwach dimensioniert ist. Sie darf also nicht der Ort sein, an dem man spart.
Gelbgold hat hier einen praktischen Vorteil. Titan lässt sich nicht wie Gold löten, was Verbindungen erschwert. Ein Element aus Gelbgold lässt sich sauber verarbeiten und mit dem Titan mechanisch verbinden. Aus der Notwendigkeit entsteht dabei der gestalterische Akzent: Der warme Goldton am Übergang zur Kette setzt genau dort einen Kontrast, wo das Auge ohnehin hinsieht.
Titan bringt ausserdem mit, was ein täglich getragener Anhänger braucht. Es ist leicht, sehr hart, läuft nicht an und wird auch von empfindlicher Haut gut vertragen, weil es praktisch nichts abgibt.
An der Kette oder an der Edelstahlsaite
Beides funktioniert, und die Wahl verändert den Charakter. Eine Edelstahlsaite ist beinahe unsichtbar, das Kreuz scheint frei zu schweben, und sie ist ausgesprochen belastbar. Eine Gliederkette bringt eigenes Gewicht und eigene Wirkung mit, was zu einem kräftigeren Kreuz gut passt.
Bei Kinderschmuck empfehle ich immer einen Verschluss, der sich unter Zug öffnet. Die Länge stimme ich individuell ab, denn ein Anhänger, der unter dem Hemd getragen wird, braucht ein anderes Mass als einer, der zu sehen sein soll.
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