Waren früher eher einfache, schlichte Trauringe die Regel, wünschen sich Brautpaare heute eher massive Modelle, welche gerne auch etwas auffälliger sein dürfen. Ein schönes Beispiel hierfür sind diese beiden Ringe, welche ein markantes Wechselspiel zwischen der hellen Edelmetallfarbe und den geschwärzten Vertiefungen bietet. Innen sind sie leicht bombiert, was dem Ehepaar trotz dem ansehnlichen Gewicht dennoch den angenehmen Tragekomfort garantiert.
Wie so oft sind die Varianten solche Eheringe grenzenlos. Im Beratungsgespräch gehe ich auf die Vorstellungen und Ideen des Paares ein, zeige die möglichen Edelmetalle und Ausarbeitungen und gestalte so ein ganz persönliches, individuelles Schmuckstück mit grosser Symbolik.
Warum ein schwerer Ring angenehm sein kann
Das klingt widersprüchlich, ist es aber nicht. Ein massiver Ring wird nicht deshalb unangenehm, weil er schwer ist, sondern wenn er falsch geformt ist. Entscheidend ist die Innenseite.
Bombiert heisst, dass die Innenfläche gewölbt ist statt gerade und die Kanten weggenommen sind. Ein Ring mit gerader Innenfläche hat zwei scharfe Innenkanten, die an der Seite des Fingers drücken und dort, wo der Ring am Nachbarfinger anliegt. Bei einem schmalen Ring merkt man das kaum, bei einem breiten sehr wohl. Mit einer gewölbten Innenseite liegt der Ring auf einer schmaleren Fläche auf, gleitet leichter über das Gelenk und fühlt sich weniger nach Fremdkörper an.
Das Gewicht selbst nimmt man nach wenigen Tagen nicht mehr wahr. Es fällt nur dort auf, wo die Hand schnell bewegt wird, etwa beim Sport. Deshalb frage ich in der Beratung nach dem Alltag und nicht nach dem Wunschgewicht.
Nebenwirkung, die man wissen sollte: Ein bombierter Ring braucht meist eine halbe bis eine Grösse weniger als ein gerader in derselben Breite. Auch deshalb nehme ich die Grösse lieber selbst und mit dem echten Profil.
Geschwärzte Vertiefungen
Der Kontrast dieser Ringe entsteht dadurch, dass die Schwärzung in den Vertiefungen liegt und die erhabenen Stellen im hellen Edelmetall bleiben. Die Struktur zeichnet sich damit selbst, weil hell und dunkel genau der Oberfläche folgen. Eine durchgehend schwarze Fläche hätte diese Tiefe nicht.
Für den Alltag heisst das: keine Polierpaste und kein Silberputztuch über die ganze Fläche, denn beides trägt zuerst dort ab, wo es am meisten auffällt. Warmes Wasser mit einem Tropfen Spülmittel und eine weiche Bürste genügen. Wenn die polierten Konturen nach Jahren stumpf werden, frische ich sie im Atelier auf.
Wie sich der Geschmack verändert hat
Der Beitrag beginnt mit der Beobachtung, dass früher feine Ringe die Regel waren und heute massive gewünscht werden. Das stimmt, und es hat einen praktischen Hintergrund: Ein breiter Ring bietet Fläche für Gestaltung. Struktur, zwei Materialien, eine Schwärzung, eine Gravur aussen, all das braucht Platz.
Bei einem zwei Millimeter breiten Band bleibt nur die Wahl der Farbe. Welche Möglichkeiten sich mit mehr Breite eröffnen, finden Sie auf meiner Seite zu Trauringen.







