Ach wie schmelzen die Damen daher, wenn auf der Kinoleinwand der Mann niederkniet, zu seiner Angebeteten hochschaut und sich vor ihr eine kleine Schmuckschatulle öffnet. Begleitend zu seinen Worten «Willst Du meine Frau werden?» wird sie von einem Solitär-Ring in seiner ganzen Pracht angefunkelt…
Der Solitär ist auch heute noch immer ein beliebter Klassiker zur Verlobung. Er ist mit einem Vollschliff-Billanten – dem König unter den Edelsteinen – besetzt. («Vollschliff» bedeutet, dass ein Diamant 56 perfekt polierte Facetten aufweist.) Sehr oft wird der Diamant mit mehreren Griffen gehalten, was aber eher etwas angestaubt wirken kann. Beim Design dieser Solitär-Ringe wollte ich daher etwas mehr Frische und Moderne erreichen und dennoch den klassischen Charme eines Solitärs beibehalten. Anstelle von einer Châttonfassung wählte ich eine Zargenfassung, welche aus einem Stück Weissgold herausgearbeitet wurde. Durch seine feinen Rundungen und den hochglanzpolierten Finish wird bestimmt die künftige Trägerin mit Überzeugung und Freude ihr «Ja!» aussprechen.
Die beiden Modelle aus 750er Weissgold unterscheiden sich in der Grösse des Brillanten, der Fassung und in der Breite des Ringes.
Zargenfassung statt Chaton
Das ist die wichtigste Entscheidung an diesen Ringen, und sie verdient eine Erklärung.
Bei einer Chatonfassung, oft auch Krappenfassung genannt, halten mehrere kleine Metallärmchen den Stein. Er steht dadurch frei und bekommt viel Licht von der Seite, was ihn stärker funkeln lässt. Das ist die klassische Lösung, und sie hat ihre Berechtigung.
Bei einer Zargenfassung umschliesst ein Metallrand den Stein rundum. Sie kommt hier aus einem Stück Weissgold, ist also herausgearbeitet und nicht aufgesetzt, was den fliessenden Übergang zur Ringschiene erst möglich macht.
Was Sie dabei gewinnen: Der Stein sitzt sehr sicher, weil keine einzelne Krappe nachgeben kann. Nichts steht über, also bleibt der Ring nicht an Wolle und Handschuhen hängen. Und die verletzliche Kante des Steins liegt geschützt.
Was Sie aufgeben: etwas Brillanz, weil weniger Licht von der Seite kommt. Für einen Ring, der täglich getragen wird, halte ich das für den richtigen Tausch. Wem das Funkeln über alles geht, dem empfehle ich die Krappenfassung, dann aber mit dem Hinweis auf die Nachteile.
Was Vollschliff bedeutet
Vollschliff heisst, dass der Brillant die vollständige Facettierung hat. Gezählt wird das unterschiedlich: 56 Facetten plus Tafel, oder 57 Facetten insgesamt, mit einer zusätzlichen Kalette 58. Gemeint ist immer dasselbe Schliffbild.
Der Gegensatz ist der Achtkantschliff mit nur 17 Facetten, der bei sehr kleinen Steinen verwendet wird. Der Unterschied ist sichtbar: Ein Achtkant blitzt, ein Vollschliff funkelt, weil das Licht in mehr Richtungen gebrochen wird.
Bei einem Solitär, dessen ganze Wirkung von einem Stein kommt, ist Vollschliff selbstverständlich.
Zwei Modelle, drei Unterschiede
Die beiden gezeigten Ringe unterscheiden sich in der Steingrösse, der Fassung und der Breite der Schiene, und diese drei Grössen hängen zusammen.
Ein grösserer Stein braucht eine kräftigere Fassung, und eine kräftigere Fassung braucht eine breitere Schiene, sonst wirkt der Ring kopflastig. Wer nur den Stein vergrössert und alles andere gleich lässt, bekommt einen Ring, der aus dem Gleichgewicht ist.
Deshalb bespreche ich diese drei immer zusammen. Alles zu Steinen, Fassungen und diskreter Beratung finden Sie auf meiner Seite zu Verlobungsringen.









Du weisch es jo!