Denken Sie, Perlen sind immer schön rund, höchstens mal leicht oval?
Dann werden Sie verblüfft sein, wenn Sie erfahren, dass folgender Halsschmuck ein hunderprozentiges Werk der Natur ist. Das schimmernde Collier besteht aus Süsswasserperlen, die eher Cornflakes als der klassischen Perlenform gleichen.
Gerade durch ihre unregelmässigen Formen und die ungewöhnlichen Abmessungen wird dieses seltene Schmuckstück zum garantierten Blickfang.
Warum Süsswasserperlen so unterschiedlich aussehen
Der Unterschied zur klassischen runden Perle liegt in der Zucht. Bei Salzwasserperlen setzt man der Muschel eine runde Perlmuttkugel als Kern ein, um den sie dann Perlmutt ablagert. Das Ergebnis ist entsprechend rund.
Bei Süsswassermuscheln arbeitet man häufig ohne solchen Kern, stattdessen wird nur ein kleines Stück Mantelgewebe eingesetzt. Die Perle wächst also frei und bildet sich, wie sie will. Herauskommen ovale, tropfenförmige, flache oder ganz unregelmässige Perlen. Die flachen, blättrigen Formen wie in diesem Collier verdanken ihre Gestalt dem Umstand, dass nichts sie in eine Kugel zwingt.
Der Vorteil dabei ist die Substanz. Ohne Kern besteht die Perle durch und durch aus Perlmutt, und das sieht man am Lüster: Das Licht dringt durch viele Schichten und kommt tiefer zurück als bei einer Perle mit dünner Schicht über einem Kern.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Das wichtigste Merkmal ist nicht die Form, sondern der Lüster, also dieses Leuchten aus dem Inneren. Halten Sie eine Perle gegen ein Fenster: Zeichnet sich die Umgebung darin klar ab, ist der Lüster gut. Bleibt die Oberfläche stumpf und kreidig, lassen Sie sie liegen, egal wie makellos die Form ist.
Zweitens die Oberfläche. Kleine Unregelmässigkeiten gehören zu einer gewachsenen Perle und sind kein Mangel. Was störend ist, sind Stellen, an denen das Perlmutt fehlt oder abgeplatzt ist.
Und drittens die Verarbeitung der Kette. Zwischen den Perlen sollten Knoten sitzen. Sie verhindern, dass die Perlen aneinander reiben, und halten bei einem Fadenriss die restlichen zusammen.
Pflege
Perlmutt ist weich und wird von Säure angegriffen. Perlen kommen deshalb zuletzt an und zuerst ab, nach Parfum und Creme. Nach dem Tragen mit einem weichen, leicht feuchten Tuch abwischen, denn Hautschweiss ist leicht säurehaltig. Ultraschallbäder und Schmuckreiniger sind tabu, und aufbewahren sollten Sie Perlen nicht luftdicht, weil Perlmutt Feuchtigkeit braucht.
Eine geknotete Kette sollte alle paar Jahre neu gefädelt werden, weil der Seidenfaden ermüdet. Bringen Sie sie mir, bevor sie reisst. Weitere Perlenarbeiten finden Sie in meinem Schaufenster für Halsschmuck.








Guten Abend
Die Haslkette aus Perlen ist wunderschön, ich liebe Perlen und ich muss sagen hier ist Ihnen ein wunderschönes Kunsterwerk gelungen. Ich freue mich immer wieder so schöne Arbeiten zu sehen.
Freundliche Grüsse
Alexa Montanari