Eines meiner Lieblingsmodelle begleitet mich nun schon seit vielen Jahren. Und dennoch bleibe ich nicht stehen und erfinde den Ring immer wieder aufs Neue: Mal ist er einfarbig aus Weissgold, mal bicolor in Weiss- und Gelbgold, schlicht bis hin zu einem prunkvoll mit Brillanten besetzten Schmuckstück. Dieser Ring ist einfach unglaublich verwandlungsfähig. Ein richtiger Klassiker, den ich ins Herz geschlossen habe.
Warum eine Grundform so viel hergibt
Dieses Modell begleitet mich seit vielen Jahren, und der Grund liegt in der Linie. Eine geschwungene Form hat, anders als ein gerades Band, eine Richtung und dadurch Bereiche, die sich unterschiedlich behandeln lassen: eine breitere Stelle, an der Material Platz hat, und eine schmalere, die zurücktritt.
Genau daraus entstehen die Varianten. In einer Farbe wirkt der Ring ruhig, und die Form allein trägt ihn. Zweifarbig folgt der Farbwechsel dem Schwung, was die Bewegung betont. Mit Brillanten besetzt sitzt das Licht dort, wo die Linie am breitesten ist, und der Ring bekommt einen klaren Schwerpunkt.
Was in allen Varianten gleich bleibt, ist das Innere. Die Innenseite ist bombiert, also gewölbt statt gerade, und die Kanten sind weggenommen. Bei einem Ring, der täglich getragen wird, entscheidet das mehr über den Tragekomfort als jede Gestaltung an der Aussenseite.
Bicolor: was dabei zu bedenken ist
Weiss- und Gelbgold in einem Ring zu verbinden ist gestalterisch dankbar und handwerklich anspruchsvoller, als es aussieht. Die beiden Legierungen verhalten sich beim Erwärmen unterschiedlich, und die Verbindungsstelle muss so sauber sein, dass später keine Linie sichtbar wird, die nicht gewollt ist.
Praktisch relevant ist ausserdem, dass Weissgold in der Regel rhodiniert wird. Wenn diese Schicht nach Jahren nachgearbeitet wird, muss der Gelbgold-Anteil abgedeckt werden, sonst würde er mitrhodiniert und wäre nicht mehr gelb. Das ist Routine, gehört aber zu den Dingen, die man beim Bicolor-Ring wissen sollte.
Ein Modell, kein Katalogartikel
Auch wenn dieses Modell einen Namen hat und mich lange begleitet, entsteht jeder Ring neu. Breite, Höhe, Steinbesatz und Oberfläche legen wir gemeinsam fest, und deshalb sehen zwei Ringe aus derselben Grundform nie identisch aus.
Wenn Sie sich dafür interessieren, kommen Sie damit zu mir. Am besten funktioniert es, wenn Sie die Varianten in der Hand halten und anprobieren können, denn eine geschwungene Form wirkt am Finger anders als auf dem Bild. Mehr zum Ablauf und zu den Materialien auf meiner Seite zu Trauringen.









