Die Natur hält sich an keine Regeln, immer wieder überrascht sie uns mit neuen Formen, Farben und Erscheinungen. Besonders bei Perlen sieht man diese Vielfalt augenscheinlich. Selbst wenn man hunderte und tausende Perlen miteinander vergleicht, bemerkt man schnell, dass keine gleich ist wie die andere. Ein in sich harmonisch abgestimmtes Set an verschiedenen Schmuckstücken zu gestalten ist daher eine grosse Herausforderung.
Schon beim Skizzieren und Gestalten dieser Kombination von Anhänger, Ohrschmuck und Fingerring stellte ich mich auf eine längere Suche nach den perfekten Perlen ein. Dass es Tahitiperlen sein sollten, war mir schon von Anfang an klar. Auch die farbliche Richtung sah ich vor mir. Mit viel Geduld und Engagement fand ich mit meinem Perlenlieferanten die Exemplare meiner Vorstellung.
Alle Schmuckstücke zeigen ein Spiel zwischen drei edlen Materialien: Als Trägermaterial in geschwungenen Formen dient Weissgold, die Tahitiperle als Hauptobjekt und ein hochkarätiger Brillant als Akzent. Doch nicht nur fürs Auge sollten die Schmuckstücke perfekt sein, auch im Tragekomfort verfolgte ich konkrete Ziele. So ist der Ring trotz seiner massiven Erscheinung angenehm zu tragen, seine Form verhindert das Verschieben. Der Ohrschmuck ist mit einem kombinierten Steckclipsystem ausgestattet, welches einen einwandfreien Sitz garantiert.
Warum ein Perlenset schwierig ist
Bei einem Set aus mehreren Stücken müssen die Perlen zusammenpassen, und das ist bei einem Naturprodukt die eigentliche Arbeit.
Zusammenpassen heisst nicht identisch, denn identische Perlen gibt es nicht. Es heisst, dass die Unterschiede nicht auffallen, wenn man die Stücke zusammen trägt. Und das verlangt Übereinstimmung in drei Eigenschaften: Grösse, Farbton und Lüster.
Die Grösse ist die einfachste, sie lässt sich messen. Der Farbton ist schwieriger, weil Tahitiperlen changieren und je nach Licht anders wirken; zwei Perlen, die im Ladenlicht gleich aussehen, können im Tageslicht auseinanderliegen. Deshalb beurteilt man sie am Fenster und nicht unter Kunstlicht.
Am schwierigsten ist der Lüster. Eine Perle mit tieferem Leuchten neben einer flacheren lässt die zweite stumpf erscheinen, auch wenn beide für sich schön sind.
Deshalb dauert die Suche nach den Perlen bei einem Set länger als die Fertigung der Stücke.
Drei Materialien in jedem Stück
Weissgold als Träger, die Tahitiperle als Hauptobjekt, ein Brillant als Akzent: Diese Dreiteilung zieht sich durch alle Stücke und ist der Grund, warum sie als Set erkennbar sind, obwohl Anhänger, Ohrschmuck und Ring unterschiedliche Formen haben.
Das ist die Lösung, die bei Sets am besten funktioniert: nicht dieselbe Form wiederholen, sondern dieselbe Materialkombination und dasselbe Verhältnis. Ein Set, in dem jedes Stück die Form der anderen aufgreift, wirkt schnell uniform.
Weissgold ist für Tahitiperlen die passende Wahl, weil es farbneutral ist. Gelbgold würde einen warmen Ton neben das kühle Perlengrau setzen und es grünlicher erscheinen lassen.
Tragekomfort als Gestaltungsziel
Zwei Details aus dem Text sind mehr als Nebenbemerkungen.
Dass die Form des Ringes das Verschieben verhindert, löst ein häufiges Problem bei Perlenringen: Eine Perle sitzt hoch und ist schwer, weshalb sich der Ring am Finger dreht, bis sie unten liegt. Eine Form mit Vorzugslage verhindert das.
Das kombinierte Steckclipsystem beim Ohrschmuck verbindet Stift und Clip: Der Stift geht durch das Ohrloch und gibt die Position vor, der Clip legt sich dahinter an und trägt einen Teil des Gewichts. Bei Perlen zählt das, denn sie sind schwerer, als sie aussehen.
Weitere Perlenarbeiten finden Sie in meinem Schaufenster für Halsschmuck.










