Über meine Textura-Kollektion berichtete ich an dieser Stelle bereits. Bestimmt über 30 verschiedene Ringmodelle sind in den letzten Monaten entstanden. Nun versuchte ich mich darin, die Technik auch für andere Schmuckstücke als Ringe anzuwenden… was nach einiger Vorbereitung dann auch wunderbar gelang.
Wer mich kennt, weiss, dass ich stets mit offenen Augen und mit grosse Interesse die Entwicklungen der Natur verfolge und liebe. Was liegt näher, als diese natürliche Schönheit organischer Formen in meine Schmuckstücke zu übertragen. Die feinen Strukturen von frisch entfalteten Blättern wollte ich festhalten und zu aussergewöhnlichen Anhängern verarbeiten.
Dabei wollte ich aber nicht nur eine simple Kopie eines Blattes realisieren, sondern es mit weiteren Elementen kombinieren. Das Ergebnis kann sich sehen lassen…
Der Anhänger «Erwachen» zeigt ein frisch entfaltetes Frühlingsblatt mit Blüte. Aus 925er Silber, rhodiniert, an Stahlsaite.
Beim Anhänger «Symbiose» vereinen sich die organischen Strukturen mit fliessenden Formen flüssigen Metalles.
Auch bei diesen besonderen Schmuckstücken ist jedes einzelne ein Unikat. Diese und viele andere Anhänger zeige ich Ihnen gerne in meinem Ladenatelier oder fertige sie speziell für Sie nach Ihren Ideen und Wünschen an. Die gezeigten Silberanhänger sind inkl. edler Stahlseite erhältlich.
Möchten Sie mehr über meine TEXTURA-Kollektion erfahren?
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Und wenn Sie mögen, sehen Sie sich die ganze Textura-Collection im Schaufenster an.
Von Ringen zu Anhängern
Die Textura-Technik war zunächst für Ringe entwickelt, und der Beitrag beschreibt, was es brauchte, um sie auf andere Stücke zu übertragen. Der Unterschied ist grösser, als er klingt.
Bei einem Ring liegt die Struktur auf einer gewölbten, geschlossenen Fläche. Sie hat keinen Rand, keinen Anfang und kein Ende, und sie muss rundum laufen, ohne dass eine Naht entsteht.
Bei einem Anhänger ist es umgekehrt: Es gibt einen Rand, eine Vorder- und eine Rückseite, und die Form selbst darf beliebig sein. Damit lässt sich die Struktur gezielter setzen, etwa dichter in der Mitte und auslaufend zum Rand. Zugleich stellt sich eine neue Frage, die es beim Ring nicht gibt: Wie sieht die Rückseite aus? Ein Anhänger dreht sich beim Tragen, und eine unbearbeitete Rückseite fällt auf.
Nicht Kopie, sondern Kombination
Der wichtigste Satz im Beitrag ist, dass es nicht um eine simple Kopie eines Blattes gehen sollte. Genau daran scheitern viele Naturmotive.
Ein exakt nachgebildetes Blatt ist ein Modell und kein Schmuckstück. Es wirkt wie ein Präparat, und es hat keinen Grund, aus Metall zu sein. Interessant wird es erst, wenn die Naturform mit etwas verbunden wird, das eindeutig aus der Werkstatt kommt.
Beim Anhänger Symbiose ist das genau der Fall: Die organische Struktur trifft auf fliessende Formen, die aus geschmolzenem Metall entstanden sind. Geschmolzenes Metall nimmt beim Erstarren eine Form an, die niemand vorgibt, und diese Zufälligkeit lässt sich von Hand nicht nachbilden. Natur trifft Werkstatt, und beides bleibt erkennbar.
Rhodiniert und an Stahlsaite
Die Anhänger sind aus 925er Silber und rhodiniert, also mit einer sehr dünnen Schicht Rhodium überzogen. Rhodium gehört zur Platingruppe, ist hart und läuft nicht an, was das Sulfidieren von Silber verhindert, also das Dunkelwerden.
Bei einer feinen Struktur ist das eine Entscheidung mit Folgen: Ohne Rhodinierung würden die Vertiefungen mit den Jahren nachdunkeln und das Muster deutlicher hervortreten. Mit Rhodinierung bleibt das Stück gleichmässig hell. Beides ist legitim, und ich frage vorher.
Die Stahlsaite ist beinahe unsichtbar, wodurch der Anhänger zu schweben scheint. Was Sie beachten sollten: Sie verträgt keine engen Knicke. Weitere Anhänger finden Sie im Schaufenster der Textura-Collection.









