Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wieviel Arbeit in diesem besonderen Halsschmuck steckt.
Jede einzelne Navette sägte ich von Hand sorgfältig aus, perfektionierte mit Feile und Punzen die Form und verlieh der Oberfläche eine eismatte Erscheinung. Die Navetten fügte ich aneinander und verstiftete sie zu einem beweglichen Ganzen.
Und in Natura sieht das Collier noch besser aus als auf dem Foto. Gerne zeige ich es Ihnen in meinem Ladenatelier. Ich freue mich auf Ihren Besuch.
Was eine Navette ist
Navette ist französisch für Schiffchen, und genau so sieht die Form aus: ein längliches Oval, das an beiden Enden spitz zusammenläuft. Bei Edelsteinen bezeichnet der Begriff einen Schliff, in der Metallarbeit die Grundform eines Elements.
Für ein gegliedertes Collier ist die Navette eine kluge Wahl, weil sie eine Richtung hat. Aneinandergefügt ergeben die spitzen Enden eine fortlaufende Linie, das Auge wird geführt, und das Stück wirkt in Bewegung. Eine Reihe runder Plättchen wirkt dagegen statisch.
Die Spitzen sind zugleich die Schwierigkeit. Sie müssen exakt auf der Mittelachse liegen, sonst läuft die Kette optisch schief, und sie dürfen nicht scharf stehen bleiben, weil sie sonst an der Kleidung hängen und die Haut reizen. Jede Spitze wird deshalb einzeln verrundet.
Von Hand gesägt und verstiftet
Jede Navette entstand mit der Laubsäge aus dem Blech, danach mit Feile und Punzen in Form gebracht. Das ist der Teil der Arbeit, den man dem Ergebnis nicht ansieht und der die meiste Zeit kostet. Bei einem Collier mit vielen Gliedern muss jedes einzelne dieselbe Form haben, obwohl jedes für sich entstanden ist.
Verstiftet heisst, dass die Glieder über kleine Stifte miteinander verbunden sind und sich um diese Achse bewegen können. Das ergibt eine andere Beweglichkeit als eine Öse: Die Kette folgt dem Hals in einer Ebene, statt sich frei in alle Richtungen zu verdrehen. Sie legt sich dadurch sauberer und dreht sich beim Tragen nicht weg.
Die Stifte sind der Punkt, an dem ein solches Stück nach Jahren Aufmerksamkeit braucht. Sie arbeiten bei jeder Bewegung, und irgendwann ist ein Lager ausgeschlagen. Bringen Sie das Collier alle paar Jahre zu mir, dann sehe ich die Verbindungen nach, bevor eine aufgibt.
Eismatt neben Silber
Die eismatte Oberfläche ist bei Silber eine gute Entscheidung. Poliertes Silber spiegelt stark und zeigt jeden Fingerabdruck, eine matte Fläche streut das Licht und bleibt ruhig. Und wenn Silber mit der Zeit nachdunkelt, fällt das auf einer matten Fläche weniger auf als auf einer polierten.
Nachpolieren sollten Sie ein eismattes Stück deshalb nicht mit dem Silbertuch, das nimmt die Mattierung an den erhabenen Stellen ab. Warmes Wasser mit einem Tropfen Spülmittel genügt, und für die Auffrischung bringen Sie es zu mir.
Gerne zeige ich Ihnen das Collier in meinem Ladenatelier. Weitere Arbeiten finden Sie in meinem Schaufenster für Halsschmuck.







