Wow! Diese aussergewöhnliche Perle war Liebe auf den ersten Blick. Als mir mein Perlenhändler dieses wunderschöne Produkt der Natur präsentierte, war mir sofort klar, dass diese künftig ein Dekolleté schmücken muss.
Diese Red Sea Perle (im Fachbegriff «Pinktada Margaritifera var. erytrayensis» genannt), aufgewachsen im Roten Meer, weisst eine einzigartige Farbgebung auf, überrascht durch drei natürlich entstandene Ringe. Besonders schön zur Geltung kommt sie durch das schlichte Kautschuk-Collier. Mit einem genialen Verschlusssystem wird die Perle ans Collier geklickt… und wäre grundsätzlich auch gegen andere Perlen austauschbar.
Ein paar Hintergrundinfos
Diese Perlen sind übrigens 100 mal seltener als die bekannten Tahiti-Perlen, sie wurde 1998 erstmals in der einzigen Perlenfarm im roten Meer geerntet. Üblicherweise lässt man eine solche Perle 2-3 Jahre lang wachsen. Der Winter ist Erntezeit. Denn dann ist das Wachstum des Perlmutts wegen der niederen Wassertemperatur verlangsamt, was einen schöneren Lüster (damit bezeichnet man den typischen Perlenglanz) hervorbringt.
Was eine Circle-Perle ausmacht
Die umlaufenden Ringe, die dieser Perle ihren Namen geben, entstehen während des Wachstums in der Muschel. Warum genau, ist nicht restlos geklärt. Man nimmt an, dass die Perle sich im Perlsack dreht und dabei ungleichmässig mit Perlmutt umschlossen wird.
Lange galten solche Perlen als zweite Wahl, weil das Ideal die vollkommen runde, glatte Perle war. Das hat sich gedreht. Heute werden Circle-Perlen gerade wegen ihrer Zeichnung gesucht, weil man ihnen ansieht, dass sie gewachsen und nicht produziert sind. Bei einem einzelnen Anhänger wirkt das besonders gut, denn dort darf die Perle Charakter haben und muss sich nicht in eine Reihe gleicher Perlen einfügen.
Lüster, und warum die Erntezeit zählt
Im Text oben steht, dass die Winterernte einen schöneren Lüster ergibt. Dahinter steckt ein einfacher Zusammenhang: Bei kühlerem Wasser arbeitet die Muschel langsamer und legt das Perlmutt in dünneren, gleichmässigeren Schichten ab. Viele dünne Schichten brechen das Licht besser als wenige dicke, und genau dieses tiefe Leuchten von innen nennt man Lüster.
Für Sie beim Kauf heisst das: Der Lüster ist das wichtigste Qualitätsmerkmal einer Perle, wichtiger als die perfekte Form. Eine Perle mit tiefem Lüster wirkt lebendig, auch wenn sie nicht rund ist. Eine runde Perle mit schwachem Lüster wirkt stumpf, egal wie makellos sie ist. Halten Sie eine Perle gegen ein Fenster: Wenn sich die Umgebung darin klar abzeichnet, ist der Lüster gut.
Perlen richtig behandeln
Perlen sind der empfindlichste Schmuck, den ich verarbeite, und das wird oft unterschätzt. Perlmutt ist weich und wird von Säure angegriffen. Das heisst konkret:
Perlen kommen zuletzt an und zuerst ab. Parfum, Haarspray und Creme sollten vorher aufgetragen sein und trocken. Nach dem Tragen wischen Sie die Perle mit einem weichen, leicht feuchten Tuch ab, denn Hautschweiss ist leicht säurehaltig. Reinigungsbäder für Schmuck und Ultraschallgeräte sind für Perlen tabu. Und aufbewahren sollten Sie sie nicht in einem luftdichten Beutel, weil Perlmutt Feuchtigkeit braucht und sonst mit den Jahren rissig wird.
Bei diesem Collier ist das Klick-System praktisch, weil sich die Perle abnehmen und getrennt aufbewahren lässt. Wenn Sie eine Perle haben, die neu gefasst oder deren Kette neu geknotet werden soll, bringen Sie sie mir. Weitere Perlenarbeiten finden Sie im Schaufenster für Halsschmuck.







