Die Zeiten ändern sich, ebenso die Gepflogenheiten und Vorlieben. Früher trug Mann und Frau stets dasselbe Ringmodell, meist eher feine und leichte Ringe. Manchmal wurde das Damenmodell mit einigen Brillanten ausgestattet. Doch heute gibt es keine Regeln mehr. Erlaubt ist, was gefällt. Beliebt sind heute eher schwerere, wuchtigere Ausführungen mit den unterschiedlichsten Strukturen und in allen möglichen Edelmetallen.
Ein schönes Beispiel ist diese Kreation… die Braut wählte einen Palladium-Ring mit einer antrazithfarbenen Stoneeinlage. Der Bräutigam hingegen entschied sich für eine Traucreole (Ohrring), ebenfalls aus Palladium und mit Stoneeinlage. Beide zusammen stellen trotz ihrer offensichtlichen Andersartigkeit ein gemeinsames, zweisames Zeichen ihrer Ehe dar.
Die Verschiedenheit der Eheringe ist so ausgeprägt wie einzelne Charakter. Man darf sich guten Gewissens auch zu unterschiedlichen Trauringen bekennen, sofern sich natürlich beide damit anfreunden können und man sie stets als Symbol der Liebe zueinander sieht.
Was ein Ringpaar zusammenhält
Wenn zwei Ringe nicht gleich aussehen sollen, aber trotzdem als Paar erkennbar bleiben, braucht es ein verbindendes Element. In meiner Erfahrung genügt dafür eines, und man muss nicht mehrere übereinanderlegen.
Am häufigsten ist es das Material. Zwei Ringe aus demselben Palladium wirken zusammengehörig, auch wenn der eine breit und der andere schmal ist. Ebenso gut funktioniert die Oberfläche: Tragen beide Ringe dieselbe Textur oder dieselbe Mattierung, verbindet das über unterschiedliche Formen hinweg. Eine dritte Möglichkeit ist ein gemeinsames Detail, etwa eine gleiche Innengravur oder eine feine Linie, die bei beiden an derselben Stelle sitzt.
Was ich nicht empfehle, ist der Versuch, alles gleichzeitig anzugleichen. Dann entsteht am Ende doch wieder das identische Paar, nur mit Umwegen.
Unterschiedliche Breiten und Profile
Praktisch spielt die Breite eine grössere Rolle, als viele denken. Ein breiter Ring mit geradem Profil sitzt anders als ein feiner, gewölbter, und er braucht oft eine Nummer mehr in der Grösse. Wer viel mit den Händen arbeitet, kommt mit einem schmaleren Ring meist besser zurecht, weil er weniger am Gelenk anliegt. Diese Fragen klären wir am besten mit Modellen zum Anprobieren, bevor wir etwas festlegen. Wie sich die Grösse später noch verändern lässt, habe ich in meinem Beitrag Ring zu gross oder zu klein? beschrieben.
Wenn einer keinen Ring tragen möchte
Auch das kommt vor, und es ist kein Problem. Bei dem Paar in diesem Beitrag hat sich der Bräutigam für eine Traucreole entschieden, also für einen Ohrring aus demselben Material mit derselben Einlage. Ich habe auch schon Anhänger und Armbänder als Gegenstück zu einem Ehering gefertigt. Für Menschen, die im Beruf keinen Ring tragen dürfen, etwa in der Pflege oder an Maschinen, ist das oft die bessere Lösung als ein Ring, der ohnehin in der Schublade liegt.
Welche Materialien und Oberflächen dabei zur Wahl stehen, finden Sie auf meiner Seite zu Trauringen.








sehr elegant und wesentlich bravissima!!
ganz e schöni kreation!